Grauer Feuerschwamm Phellinus igniarius

Grauer Feuerschwamm Phellinus igniarius 

Pilzliteratur und anderes zur Gattung Phellinus

 

Verfasser dieser Werke sind Heinz Butin, Franz Nienhaus, Bernd Böhmer, Michael Fischer und J.K. Misra.
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Phellinus-Arten (Feuerschwämme) im Online-Pilzbuch:
Phellinus igniarius .  Grauer Feuerschwamm
Phellinus lundellii . Birken-Feuerschwamm
Phellinus pini . Kiefern-Feuerschwamm
Phellinus robustus . Eichen-Feuerschwamm

Phellinus pini Kiefern-Feuerschwamm Tintling Cover 54 mit dem Kiefern-Feuerschwamm Phellinus pini

Der Kiefern-Feuerschwamm Phellinus pini befällt nur ältere, oft über 100 Jahre alte, lebende Kiefernstämme, in die er durch Ast- oder Stammwunden eindringt, in verschiedenen Höhen des Stammes. Von den Infektionsstellen ausgehend breitet sich das Myzel im Kernholz
aus und erzeugt dort eine Wabenfäule mit kleinen, länglichen Hohlräumen, die von weißer Zellulose ausgefüllt sind. Er ist ein Parasit und gefürchteter Stammfäuleerreger. Die Fruchtkörper sitzen meistens einzeln auf der Rinde, gern an Astlöchern, unter toten Aststummeln oder an Wundstellen von knapp über dem Boden bis in die Kronenregion oder an dicken Ästen. Die Hutoberseite des mehrjährigen Pilzes ist anfangs überall und später am wachsenden Rand gelb- bis rostbräunlich filzig-borstig, rau, schließlich dunkel- bis schwarzbraun,
gezont, alt, wie oben im Bild zu sehen, von Moos und Flechten überwachsen.

Der Pilz ist in Europa vorwiegend kontinental-submediterran verbreitet und kommt im natürlichen Wuchsgebiet der Schwarzkiefer in Skandinavien, Finnland und Osteuropa vor. In Mitteleuropa ist er westlich der Elbe selten und nur lokal in alten Kiefernbeständen zu finden.
In gepflanzten Kiefernforsten, wo man die Bäume nicht so alt werden läßt, kommt der Pilz nicht vor. In Südeuropa lebt er an den Mittelmeerkiefern Pinus halepensis, pinaster und pinea, gern in der Nähe der Meeresküsten.

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